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France meets Germany:


Le Blockathon
de la Musique

 

Worum geht’s?

Der „Blockathon de la Musique“ bringt frischen Wind in das Ökosystem Musik. Wir brauchen neue Ideen, um Musiker*innen und Komponist*innen zu unterstützen. Ein wesentliches Problem stellen die mangelnde Qualität und das Fehlen von Metadaten dar. Denn ohne korrekte Metadaten erhalten Kreative keine Einnahmen für ihre Musik. Dieses Metadaten-Chaos betrifft nicht nur Musik, sondern auch Games, Film, Fernsehen, Werbung und Print. Seit Jahrzehnten.

Ihr seid Hacker*innen, Musiker*innen oder in der Kreativwirtschaft tätig? Ihr habt innovative Ansätze oder Ideen, an die niemand gedacht hat? Möglicherweise mit einem Blockchain-Ansatz? Damit seid Ihr schon fast eingeladen. Ihr könnt mit Euren Prototypen und Konzepten Anregungen geben, wie Künstler*innen und Musikwirtschaft die vielfältigen Herausforderungen bewältigen können.

Musik und Digitalisierung kennen keine Grenzen. Deshalb möchten wir mit dem französisch-deutschen Blockathon die Zusammenarbeit von technisch und musikalisch Kreativen aus beiden Ländern fördern und Raum für europäische Innovationen schaffen.

Der Blockathon wird veranstaltet von hack.institute und ContentSphere® sowie gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

 
 

LE BLOCKATHON
DE LA MUSIQUE

Wann?

29.04. bis 02.05.2019

Location

ThoughtWorks, Lichtstraße 43i, 50823 Köln

Agenda

29.04. Get together
30.04. - 01.05. Hackathon
02.05. Präsentation im Rahmen der c/o pop Convention

 Die ChallengE

Wie können wir Künstler*innen
und alle am kreativen Prozess Beteiligten darin unterstützen,
 ihren Lebensunterhalt auch digital erwirtschaften zu können?

Das ist die Kernfrage. Denn Ihr alle seid feste Team-Mitglieder in der Musik und müsst bezahlt werden können: Musiker*innen und Songschreiber*innen; Produzent*innen, Toningenieur*innen, Designer*innen oder Fotograf*innen – aber auch Coder*innen.

Wichtig ist, dass Entwickler*innen und die am kreativen Prozess Beteiligten sich austauschen. Die Programmier-Challenges werden bei einer Kooperation in einem gemeinsamen Team schnell verständlich. In Kürze stellen wir Euch außerdem einen Guide für Teilnehmer*innen mit erläuternden Beispielen zur Verfügung.

Grob umrissen lässt sich die Auswahl der Challenges in fünf Felder einordnen: die Generierung, Validierung und Nutzung von Metadaten, den Entwurf von Konzepten und Workflows und schließlich das Entwickeln von Geschäftsmodellen

Für die Expert*innen unter Euch: Die Challenges beschäftigen sich nicht nur mit den in der Regel als Metadaten bezeichneten Informationen eines Songs bzw. Werks (Komponist*in, Texter*in, Titel, Verlag, Label, Verwertungsgesellschaft, ISWC, ISRC etc.). Es können weitere informative Daten zu Medien, Künstlern oder juristischen Personen benutzt oder generiert werden. 

Ihr könnt eine der folgenden Challenges auswählen oder sie abweichend zu gestalten. Wir freuen uns auch über Crossover-Anwendungen oder gänzlich neue Vorschläge. Wir sind offen und flexibel für Eure Vorschläge! Anfang April setzen wir uns mit Euch in Verbindung und laden Euch zu Slack ein. Dort könnt Ihr bereits Teams bilden.

Tipp: Es ist sinnvoll, wenn Ihr vor dem Blockathon passende APIs oder Datenquellen recherchiert. Erste Links findet Ihr im Abschnitt GOOD TO KNOW unter „Daten“. Falls Ihr Audio- oder Video-Dateien als Testmaterial benötigt, könnt Ihr diese mitbringen.

Vorschläge

Challenge 1 - Korrektur von Metadaten

  • Finde einen automatisierten Weg, vorhandene Metadaten zu korrigieren, z.B. durch Vergleich mit anderen Metadaten oder Quellen. Beispiel für eine manuelle Methode sind Wikis oder eine Plattform wie Discogs (Link). Nutzer*innen vergleichen eingetragene Daten mit denen aus eigenen Quellen – im Fall von Discogs mit den Informationen der eigenen CDs, Vinyl-Platten oder Cassetten.

  • Ergebnis: Programm / Algorithmus / Tool / App 

Challenge 2 - Entwurf eines mehrdimensionalen Metadatenmodells

  • Wie kann ein mehrschichtiges Metadatenmodell aussehen, das für alle Daten angibt, wie zuverlässig sie sind? Um die Glaubwürdigkeit von Daten zu bewerten, muss für alle Partien, die die Korrektheit überprüfen, ihre Zuverlässigkeit ermittelt werden. Daraus und aus möglicherweise ebenfalls beeinflussenden Faktoren (z.B. Studioaufnahme vs. Jam Session) könnte ein Zuverlässigkeitsfaktor für Daten berechnet werden.

  • Ergebnis: Konzept, umgesetzt als programmierte (clickable) oder grafische Dummies (ggf. Fake Screenshots)

Challenge 3 - Generierung beschreibender Texte

  • Erstelle ein Tool zur Erzeugung von Texten, die Songs auf der Basis ihrer Metadaten und des Audio-Files beschreiben. Der Text soll für Pressezwecke (EPKs), Social Media und ähnliche Zwecke verwendbar sein.

  • Ergebnis: Programm / Algorithmus / Tool / App

Challenge 4 - Erkennen benutzter Sounds und Stimmungen

  • Erstelle ein Tool zum automatischen Erkennen und Beschreiben der im Song benutzten Sounds und Stimmungen. Das Tool kann z.B. als Grundlage im Syncing dienen oder um auf Basis der Resultate externe Devices (Synthesizer, FX, Plug-ins) zu programmieren. 

  • Ergebnis: Programm / Algorithmus / Tool / App

Challenge 5 - Identifiziere geeignete Cover-Bilder

  • Vergleiche Songs und ihre Daten mit Bildern und Grafiken und finde passendes Material für das Design der Cover-Illustration. Es müssen nicht konkrete Bilder sein, es kann auch der Stil sein.

  • Ergebnis: Programm / Algorithmus / Tool / App

Challenge 6 - Branding durch Songs

  • Vergleiche Songs und ihre Daten mit Brands: Welche Songs passen zu einer Marke? Als Grundlage können z.B. das Image der Marke, das Corporate Design oder das Produkt dienen.

  • Ergebnis: Programm / Algorithmus / Tool / App

Challenge 7 - Matching von Musik und Video

  • Entwickle einen Algorithmus, der Musik identifiziert, die zu gegebenen Filmen oder Video-Clips passt (oder umgekehrt). Neben herkömmlichen Metadaten von Musik und Film ist eine Analyse der Audio- bzw. Video-Films hilfreich (z.B. Schnitttempo, Schnitttyp, Veränderungen der Lautstärke, Bildfarbe, -helligkeit und -kontrast).

  • Ergebnis: Programm / Algorithmus / Tool / App

Challenge 8 - Automatischer Schnitt von Musik zu Film

  • Entwickle ein Tool zum automatischen Schnitt von Musik auf Video. Die Identifikation eines passenden Songs ist Teil von Challenge (7). 

  • Ergebnis: Programm / Algorithmus / Tool / App

Challenge 9 - Konzept eines verbesserten Metadaten-Workflows

  • Gestalte das Konzept eines unternehmensübergreifenden Workflows, der Dubletten von Metadaten ausschließt und Fehler minimiert. Es ist sinnvoll, sich auf einen Ausschnitt des Lebenszyklus eines Songs zu beschränken, z. B. Komposition bis Release. Durch die Beschränkung wird die detaillierte Konzeption vereinfacht.

  • Ergebnis: Konzept, umgesetzt als programmierte (clickable) oder grafische Dummies (ggf. Fake Screenshots)

Challenge 10 - Konzept zur Unterstützung und Motivation bei der Metadateneingabe

  • Am Anfang der Metadatenkette stehen Komponist*innen, Musiker*innen und Studiopersonal. Wie kann die Metadateneingabe für sie und andere am Produktionsprozess Beteiligte erleichtert und automatisiert werden? Wie können sie zur Eingabe motiviert werden? Zu bedenken: DSGVO und die Vermeidung eines Überwachungseffekts.

  • Ergebnis: Konzept, umgesetzt als programmierte (clickable) oder grafische Dummies (ggf. Fake Screenshots)

Challenge 11 - Geschäftsmodelle für Musiker und andere Kreative

  • Wie kann ein Musiker das Freigeben von Daten monetarisieren und zu einer weiteren Einnahmequelle entwickeln? Creative Passport (Link) ist ein Ansatz – welche sind darüber hinaus möglich? Metadaten können durch Blockchain-basierte Apps oder APIs und UX-Design, neue Einnahmeoptionen eröffnen den Zugang zu Musik verändern. 

  • Ergebnis: Geschäftsmodell, basierend auf Fragenkatalog

Challenge 12 - Verbesserung der User Experience beim Streaming

  • Wie lässt sich Dein Streaming-Erlebnis besser gestalten? Mit einer besseren Nutzung der Metadaten? Oder durch veränderte Such- und Empfehlungsalgorithmen? Welche Möglichkeiten siehst Du?

  • Ergebnis: Programm / Algorithmus / Tool / App; oder Konzept, umgesetzt als programmierte (clickable) oder grafische Dummies (ggf. Fake Screenshots)

Mentor*innen

Stephan Benn   Leiter der Verwaltung GLORIA Theater / Assessor Kanzlei Fleischer  // ® Fabian Stuertz

Stephan Benn

Leiter der Verwaltung GLORIA Theater / Assessor Kanzlei Fleischer

// ® Fabian Stuertz

Marie Gauthier   Freelance Full Stack Web Developer / CTO @ Resonate / Software Developer @ MOD Devices  // ® Marie Gauthier

Marie Gauthier

Freelance Full Stack Web Developer / CTO @ Resonate / Software Developer @ MOD Devices

// ® Marie Gauthier

Matthias Hornschuh   Film- und TV-Komponist

Matthias Hornschuh

Film- und TV-Komponist

Wolfgang Senges   Freelance Strategist, Innovation & Project Manager @ ContentSphere® / Co-Founder of the German Blockchain and Metadata Workgroup in Music  // ® Barbara Senges

Wolfgang Senges

Freelance Strategist, Innovation & Project Manager @ ContentSphere® / Co-Founder of the German Blockchain and Metadata Workgroup in Music

// ® Barbara Senges

Weitere werden bekanntgegeben.

Weitere Infos

Eine geringfügige Einschränkung: Dies ist kein Bitcoin/Altcoin/whatever-Hackathon. Die Herausforderung besteht nicht darin, Kryptowährungen in der Musik nutzbar zu machen. Alle Lösungen müssen unabhängig von einer genutzten Währung sein.

Ablauf

Nach dem Get together am Vorabend startet der Blockathon am 30. April. Im Anschluss an eine thematische Einführung und die Vorstellung der Challenges gehen wir zur Organisation des Blockathons über.

Die Gewinner werden am Abend des 01. Mai bekanntgegeben. Am Tag nach dem Blockathon sind wir eingeladen, die Ergebnisse im Rahmen der c/o pop Convention im Beisein des Ministers für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Andreas Pinkwart vorzustellen.

Details zur Organisation und die Agenda folgen in den kommenden Wochen.

Wer kann teilnehmen?

Wir suchen 25 französische und 25 deutsche Hacker*innen oder Kreative (Musiker*innen, Produzent*innen, Toningenieur*innen, Fotograf*innen, Designer*innen und andere). Teilnehmer*innen, die mit innovativen Lösungen das Ökosystem Musik auffrischen und revolutionieren wollen.

Entwickler*innen sollten ein wenig Programmiererfahrung und Interesse an den Themen Musik, Metadaten und Blockchain mitbringen. Die Umsetzung kann mit Hilfe jeder Programmiersprache erfolgen. Weiterhin sind folgende Kentnisse hilfreich: Datenbank- und Blockchain-Kenntnisse bzw. Big-Data-Methoden; sowie Machine Learning, Statistik- und P2P-Kenntnisse.

Kreative aus der Musikwelt bringen Ihre Erfahrung ein. Ihr wisst, worauf es bei Eurer Arbeit ankommt. Das kann Live-Musik und Komposition sein, Produktion oder Sync/Lizenzierung. Oder aber Ihr habt die Idee zu einem neuen Geschäftsmodell, oder möchtet andere Medien wie Games, Film oder Foto mit Musik verknüpfen.

Der Blockathon soll auch dem Austausch zwischen Coding Creatives und Musical Creatives dienen. Vereint das Beste aus allen Welten in eurem Team, und seid offen neue Leute kennenzulernen.

MELDE Dich jetzt kostenlos an

Mit einem Ticket seid Ihr auf jeden Fall dabei.

Fünfzig Teilnehmer*innen — jeweils 25 aus Frankreich und 25 aus Deutschland — unter Euch können wir mit einer teilweisen Reisekostenerstattung unterstützen (siehe Abschnitt GOOD TO KNOW). Ob Ihr unter denjenigen seid, die in den Genuss einer Teilreisekostenerstattung kommen, erfahrt Ihr bis zum 8. April 2019. Falls Ihr Euch später anmeldet, kontaktieren wir Euch umgehend. Versprochen.

Tipp: Reserviert Eure Unterkunft mit kostenloser Stornierungsoption möglichst bevor wir Euch bescheid geben — aufgrund des c/o pop Festivals könnte der Platz in Köln knapp werden.

Auf die Challenge, fertig, los! Meldet euch jetzt an wir freuen uns euch kennenzulernen!

Ihr habt Fragen, oder Ihr möchtet über Orga oder Challenges sprechen? Dann wendet Euch gerne an info@hack.institute (Organisatorisches) oder wolfgang.senges@contentsphere.de (Inhalt, Challenges, Konzept)!

PREISE

Die Jury setzt sich aus französischen und deutschen Musiker*innen und Entwickler*innen zusammen (tba).

Als Grundlage für die Bewertung dient vor allem der Grad der Innovation, aber auch der absehbare Nutzen Eurer Anwendungen und Konzepte. Der Prototyp sollte zeigen, dass eine Umsetzung machbar ist – auch, wenn er im Rahmen des Wettbewerbs nicht ganz fertig wird.

Euer Einsatz wird belohnt durch unsere Partner. Sie möchten die Arbeit der Gewinner-Teams auszeichnen. Näheres geben wir in Kürze bekannt.

Nicht teilnahmeberechtigt mit Wertung am Wettbewerb sind Team-Mitglieder der Organisator*innen oder Mitarbeiter*innen der beteiligten Partner; sie dürfen aber am Blockathon teilnehmen.

Good to know

Ausstattung

Bring your own device! Ihr werdet ausschließlich eigene Hardware nutzen. Welche, das entscheidet Ihr. Der Blockathon ist offen für jedes Device, jede Entwicklungsplattform, jede Programmiersprache.

Daten

Ihr erhaltet zur Entwicklung Eurer Prototypen ein Daten-Sample von einem oder mehreren unserer Partner. Das Sample ist für den Blockathon zusammengestellt.

Alternativ ist es auch möglich, frei verfügbare Daten aus dem Web zu nutzen. Erste Anlaufpunkte:

  • AudioKit Pro (Sounds, Loops, FX): Link

  • BBC (Sounds, FX): Link

    • Artikel dazu auf lifehacker: Link

  • FreeMusicArchive (Audio): Link

  • FreeMusicArchive (API): Link

  • last.fm (API): Link

  • MusicBrainz (Metadata, API): Link

  • MusicMachinery (Liste verschiedener APIs): Link

  • Programmable Web (Liste verschiedener APIs): Link

  • RapidAPI (Liste verschiedener APIs): Link

Catering

Ihr erhaltet kostenloses Catering beim Get together (29.04.) und während des Blockathons (30.04. & 01.05.). Nicht übernommen wird das Frühstück im Hotel oder in Eurer Unterkunft.

 

Anreise & Unterkunft

Ihr bucht eine Unterkunft und Eure Reise. Wir unterstützen je 25 französische und 25 deutsche Teilnehmer*innen, indem wir einen Teil Eurer Gesamtkosten erstatten:

  • maximal 120 € für französische Teilnehmer*innen und

  • maximal 80 € für deutsche Teilnehmer*innen.

Details geben wir noch bekannt.

Nutzungsrechte

Das Nutzungsrecht der von Euch entwickelten Prototypen verbleibt nach dem Blockathon zu 100% bei den Mitgliedern des Teams.

Der Blockathon wird dokumentiert und die Dokumentation im Anschluss an die Veranstaltung veröffentlicht. Es werden keine Details Eurer Prototypen weitergegeben. Im Gegenteil, die Dokumentation dient auch dazu, bei Medien, Investoren und Unternehmen Aufmerksamkeit für Eure Lösungen zu generieren.

Das Kleingedruckte

Ein Anspruch auf die Auszahlung des Restbetrags der maximalen Erstattung besteht nicht. Bei Stornierung der Reise aufgrund Absage des Teilnehmenden besteht kein Anspruch auf Erstattung von Reise- oder Stornokosten.

Dieser Hackathon wird organisiert von

 

Dieses Projekt wird gefördert durch

 

Weitere unterstützer

 

Photo Credits:

  • [Earphones, headphones, black and music HD photo by Malte Wingen (@maltewingen) on Unsplash](https://unsplash.com/photos/PDX_a_82obo)

  • [DJ at work photo by Marcela Laskoski (@marcelalaskoski) on Unsplash](https://unsplash.com/photos/YrtFlrLo2DQ)

  • [Woice, Liquid Spectrum, Centrála photo by Jan Střecha (@jan_strecha) on Unsplash](https://unsplash.com/photos/tSnAnpRlDqw)

  • [Coding, programmer, computer and man HD photo by Steve Halama (@steve3p_0) on Unsplash](https://unsplash.com/photos/Yhc7YGZlz3g)